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Geschichte der Marktgemeinde Pernitz

Geschichte der Pfarre Pernitz bis zum 16. Jh.

Die ersten Siedler im Pfarrgebiet

Die dichten und undurchdringlichen Wälder, die sich einst durchgehend vom Alpenland bis zur Pannonischen Tiefebene erstreckten, wurden zuerst entlang von Flussläufen wie jenen des Piestingtales besiedelt. Archäologische Funde belegen, dass Menschen bereits in der Jungsteinzeit (6000-2200 v.Chr.) im Tal lebten. Auf dem Hausstein in Muggendorf reichen frühesten Funde in die Zeit der Badener Kultur (3400-2800 v. Chr., siehe M18) zurück und im Parzental bei Pernitz wurde 1868 eine Lanzenspitze aus der Späten Bronzezeit (1300-2800 v. Chr.) gefunden. Im 2. Jh. v. Chr. hatten die Kelten mit dem Königreich Norikum das erste politische Gebilde auf österreichischem Boden errichtet. Ihre Herrschaft wurde durch Rom beendet, das um die Zeitenwende die Gebiete als die Provinzen Noricum und Pannonia in sein Weltreich eingliederte. Aus dieser Zeit stammt eine bemerkrnswerte Emailscheibenfiebel, die auf dem Muggendorfer Kreuth beim Hofbauern gefunden wurde. Aufgrund einiger weiterer Funde wurde gemutmaßt, dass in Pernitz eine kleine römische Siedlung bestand, doch können diese Stücke auch durch Handelsbeziehungen erklärt werden. Jedenfalls dürften römische Soldaten die ersten Christen in der Gegend gewesen sein. 488 n. Chr. mussten infolge des Zusammenbruches des Römischen Reiches der Donaulimes aufgegeben werden. in den folgenden Jahrhunderten siedelten sich Slawen an, die noch ihrer ursprünglichen Religion anhingen.

Früh- und Hochmittelalter

Nach dem Sieg Karls des Großen über die Awaren 796 kamen bayerische und fränkische Siedler ins Land, wobei das von den Slawen schwach besiedelte Waldland größtenteils unberührt blieb. Im Jahr 1020 schenkte Kaiser Heinrich II. dem Kloster Tegernsee unter dem Abte Ellinger fünf Königshufen zwischen den Flüssen Piesting und Triesting mit freiem Verfügungsrecht zum Nutzen des Klosters. Für einige Jahrzehnte bedrohten noch die Magyaren das Gebiet, bis sie endgültig zurück gedrängt wurden und Mitte des 11. Jh. eine zweite Siedlungswelle einsetzte, bei der die Bayern und Franken durch große Rodungsunterfangen das Land bäuerlich kolonialisierten und sich mit der slawischen Urbevölkerung vermischten. Zu dieser Zeit kehrte das Christentum ins Tal zurück. Die älteste Pfarrerrichtungsurkunde des Piestingtales berichtet von der Gründung der Pfarre Waldegg im Jahre 1136 durch Adalram von Waldeck.
Die Grafen von Falkenstein und Neuburg, zugleich Vögte von Tegernsee, hatten das Gebiet zwischen Piesting und Triesting in Besitz genommen. Herrand von Falkenstein erbaute um 1050 zwischen den beiden Flussläufen eine Burg, Herrandistein (Burgruine Hernstein). Im Sommer 1166 ließ Graf Siboto IV. von Falkenstein-Neuburg den berühmten Codex Falkensteinensis verfassen. Darin wird neben seinen Besitzungen in Hernstein auch Pernitz mit 3 Huben, 3 Hofstätten und einer Mühle erwähnt.
Der Urwald reichte bis in die Täler hinab und es muss den wenigen Bauern schwer gefallen sein, den Böden der gerodeten Flächen genug zum Leben abzutrozen. Wahrscheinlich gab es in der Siedlung bereits eine kleine Holzkirche.

Stift Neuberg und der Beginn der Pfarre Pernitz

Im Jahr 1327 stiftete der Habsburger Herzog Otto der Fröhliche aus Anlass der Geburt seines Sohnes Friedrich ein Zisterzienserkloster in Neuberg an der Mürz, das in den folgenden Jahrhunderten auch für die Pfarre Pernitz große Bedeutung erlangen sollte.
Im selben Jahr soll Pernitz bereits eine Pfarre gewesen sein, so berichtet die Kirchliche Topographie (1826), leider ohne Angabe einer Quelle. Die Pfarre Waidmannsfeld dagegen bestand zweifellos bereits 1241 und unterstand, weil sie südlich der Piesting lag, dem Erzbistum Salzburg, während die Orte nördlich des Flusses zum Bistum Passau gehörten. Für Lange Zeit war der Fluss Bistumsgrenze und auch Grenze zwischen dem österreichischen und dem karantanisch-steirischen Einflussbereich.
Nach dem Absterben der Grafen Falkenstein auf Hernstein gelangte dieses Gut und damit auch das Amt Pernitz 1380 in den Besitz des Landesfürsten Herzog Albrecht III. Die gut dotierte Pfarre Hernstein wurde eine Commendativpfarre, d. h. einflussreiche Pfarrherren aus der Umgebung des Landesfürsten erhielten die Pfarre verliehen, um die Pfründe genießen zu können.
Im Juli 1396 brach in der Bäckerei des Klosters Neuberg ein Feuer aus, das weite Teile des Klosters und des Dorfes vernichtete. Die Aufbauarbeiten mehrerer Mönchsgenerationen war binnen kurzer Zeit vernichtet. Doch das Kloster wurde nicht aufgegeben, sondern neu errichtet und sollte im kommenden Jahrhundert seine größte Blüte erleben.
Mitte des 15. Jh. wurde das Schicksal der Pfarre Pernitz mit dem des Stiftes Neuberg verknüpft. Die Erzherzöge Otto und Albrecht hatten nach der Stiftung dem Kloster jährlich 200 Mark Silber gezahlt. Nachdem die Zahlung länger ausgeblieben war, war der Bau ins Stocken geraten. Der Abt sprach vor und König Friedrich III. vermachte dem Stift als Ersatz die landesfürstliche Pfarre zu Hernstein auf ewige Zeiten. Abt Johannes I. nahm im Jahr 1447 die Pfarre in Besitz. Zu ihr zählten auch die beiden Filialen Wopfing und Pernitz. Im selben Jahr wird mit Veit der erste bekannte Pfarrer von Pernitz erwähnt. In der Pfarrchronik ist die Rede von einer Zeit, als jeden dritten Sonntag ein Zisterzienserpater im weißen Habit auf dem Pferd von Hernstein kam, um die Messe zu halten. Aufgrund der großen Entfernung zur Mutterpfarre war man aber sicher bestrebt, Pernitz eine größere Eigenständigkeit zu geben als Wopfing.
Das Stift Neuburg erlebte im 15. Jh. seine Blüte mit bis zu 30 Mönchen. Von 1461 bis 1496 wurden Kloster und Kirche neu aufgebaut. Zu dieser Zeit, spätestens aber nach Abschluss dieser Arbeiten, dürfte Neuburg in Pernitz den Bau einer Kirche aus Stein veranlasst haben. Die Zisterzienser statteten ihre Kirchen statt mit Türmen lieber mit mit Dachreitern aus. Einen solchen trug auch der spätgothische Bau in Pernitz. Der Altarraum dieser Kirche blieb bis heute erhalten. Die Mönche errichteten auch den ersten Pfarrhof und die erste Schule.
Muggendorf gehörte nicht wie Pernitz zur Herrschaft Hernstein, sondern war neben St.Veit an der Triesting und Furth ein Amt der Herrschaft Pottenstein, die damals den Titel einer Grafschaft führte. Schon damals (1489) gab es an den Myrafällen Sägemühlen und man nutzte die Wasserkraft auch längst für Eisenhämmer.
Die Pfarre Pernitz war so arm, dass die Einkünfte kaum für den Priester reichten. Daher mag man im Stift Neuberg den Gedanken gefasst haben, dass vielleicht eine Wallfahrt geeignet wäre, die Einkünfte der Pfarre zu erhöhen. So wurde gegen Ende des 15. Jh. (warscheinlich zwischen 1496 und 1507) auf dem Sebastianikogel eine kleine dem hl. Sebastian geweihte Kirche nebst einer Anna-Kapelle errichtet, die sich in den folgenden zwei Jahrhunderten zu einem bedeutenden Wallfahrtszentrum und wichtigen Wirtschaftsfaktor für Pernitz entwickelte.

Türkennot

Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen im Jahr 1453 flohen viele Einwohner nach Norditalien und brachten Kopien alter Schriften mit, die durch den eben erfundenen Buchdruck verbreitet wurden und eine Wiederentdeckung der Antike einleitete. Zugleich wurde während dieser Renaissance eine neue Wissenschaft entwickelt, die großen Seefahrer entdeckten die Welt jenseits Europas und einzelne Männer traten an, den Glauben der Kirche zu reformieren. Das Mittelalter ging zu Ende und das osmanische Reich breitete sich unaufhaltsam nach Westen aus. Nach der Eroberung Bosniens litten Kärnten und die Südsteiermark jahrzehntelang unter türkischen Einfällen. Dann, 1526, schlugen die Osmanen in der Schlacht von Mohács die Ungarn. Um Erzherzog Ferdinand von Habsburg daran zu hindern, den verwaisten ungarischen Thron zu besteigen, führte Süleyman I. im Spätsommer 1529 ein 270.000 Mann starkes Heer an Wien heran. Die 19.000 Verteidiger unter Niklas von Salm wehrten sich drei Wochen land tapfer, bis sich die Angreifer nach großen Verlusten in ihre Heimat zurückzogen.
Im Jahr 1532 aber führte der Sultan abermals ein Heer an, stieß jedoch auf gewaltige Gegenkräfte und verzichtete auf eine erneute Belagerung Wiens. Seine Streitscharen verheerten jedoch Westungarn (Burgenland), das Wiener Becken und Teile der Steiermark, bevor sie wieder abzogen. Diese Reitertruppen waren die Akıncı, die Renner und Brenner. Ihre Aufgabe war es, die Bevölkerung zu terrorisieren und Vorräte für das Hauptheer heranzuschaffen. Als irreguläre Truppen lebten sie allein von ihrer Beute, sodass sie Geld, Gebrauchs- und Wertgegenstände sowie Vieh raubten. Am begehrtesten aber waren Menschen, die auf den osmanischen Sklavenmärkten hohe Preise erziehlten. Zu Tausenden wurden Männer, Frauen und Kinder als Sklaven weggeführt, während die Untauglichen ermordet wurden. Wie man dan alleñthalbn in den Waelden / pergn / vñ auf den Strassen / auch im gantzn Leger / erslagn leutt / die kind von einander gehawn oder auf den Spissen stekhendt / den Swangern weibern die frücht aus dem leib geschnittn vñ nebn den muottern des erbarmkhlich zuosehen ist vor augen ligen siecht vñ funden werde, schreibt ein Augenzeuge. 200.000 Menschen wurden bei diesen beiden Feldzügen der Osmanen verschleppt oder umgebracht.
In beiden Jahren gelangte der Feind auch in das Gebiet der Pfarre Pernitz. Von der belagerten Stadt Wiener Neustadt aus drangen die Streifscharen 1529 in das Piestingtal ein. Hunderte Menschen suchten auf der Festung Starhemberg Schutz. Auch die Burg Gutenstein konnte nicht eingenommen werden, während die Orte geplündert und niedergebrannt wurden. Über das Geschehen in Pernitz existieren keine historischen Quellen, doch das völlige Fehlen kirchlicher Dokumente scheint darauf hinzudeuten, dass es wie in den Nachbarorten zu großen Verwüstungen kam. Im August 1532 verheerten die Akıncı unter Mihaloglu Kasim Bey vom Wiener Neustädter Becken her kommend abermals das Piestingtall. Unter anderem wurde der Schallhof niedergebrannt. Am 18. September gelangte der Bey mit etwa 11.000 Akıncı nach Pottenstein im Triestingtal. Er beabsichtigte, sich mit der bereits auf dem Rückzug befindlichen Hauptarmee zu vereinigen. Pfalzgraf Friedrich aber erwartete die Türken mit seinen Truppen bereits am Ausgang des Triestingtales und schickte am Abend den wagemutigen Landsknechtführer Sebastian Schertlin von Burtenbach voraus, um die Türken auszukundschaften. Man stieß auf einen drei Mann starken Wachposten, zwei der Türken entkamen und alarmierten ihr Lager. Sofort brach ein Teil der Akıncı in das Piestingtal auf. Dabei dürfte es am Feichtenbacher Geyer, wo die christlichen Truppen vermutlich den Weg zu sperren versuchten, zu einem Scharmützel gekommen sein. So erklären sich die Funde von Pfeilspitzen und türkischem Reitzeug, die dort gemacht wurden. Die Türken brachen jedoch durch und flohen bei starkem Nebel vermutlich zügig talauswärts, wobei noch Hernstein und Piesting niedergebrannt wurden. Die Hauptschar jedoch wurde von Schertlin in die Ebene hinausgetrieben, wo sie sich einer christlichen Übermacht stellen musste. Die Akıncı versuchten in verschiedene Richtungen zu entkommen, aber alle Scharen wurden im Lauf des Tages aufgerieben.

Ein Bauernaufstand

Um 1515 noch zählte man in Pernitz 42 Feuerstätten (5 Höfe, 25 Hofstätten, 12 Lehen) sowie eine Mühle. Wie sehr die Bevölkerung durch die beiden Türkenjahre dezimiert wurde, lässt sich mangels Quellen nicht sagen. Die Feudalgesellschaft gründete auf der Arbeit des Bauernstandes. Dieser musste Fürsten, Adel, Klerus, Beamte und Patrizier miternähren. Durch die für Verteidigungszwecke eingehobenen Türkensteuern, schlechte klimatische Bedingungen und Preissteigerungen wurde es für die Untertanen aber immer schwieriger, ihren Pflichten nachzukommen und ihr Leben zu bestreiten. Daher kam es vielerorts zu Bauernaufständen. 1542 kam die Herrschaft in Merkenstein, zu der das Amt Muggendorf gehörte, an Franz von Ficin, der Recht und Gesetz missachtete, die Abgaben und den Robot erhöhte. Unter der Führung des Muggendorfer Bauern Plöckensteiner und seiner drei Söhne kam es zu einem Aufstand der Bauern. Zwei der Söhne wurden zum Tod verurteilt, nachdem ein Mordversuch auf Ficin fehlgeschlagen war. Während Ficins Herrschaft sank die Anzahl der behausten Untertanen im Gebiet von 300 auf 170. Noch Jahrhunderte später sprach man bei Sturmgeheul in der Gegend davon, dass dies der böse Fici sei, der keine Ruhe finde.

Quelle: https://piestingtal.online/ptpedia/geschichte-der-pfarre-pernitz/

Geschichte der Pfarre Pernitz zwischen 16. und 17. Jh.

Der Kampf um den wahren Glauben

Zu Beginn des 16. Jh. führten Missstände wie die zunehmende Verweltlichung des Klerus, ein Sakramentenverständnis, der Handel mit Ablassbriefen oder der Verkauf kirchlicher Ämter zu dem Wunsch, die römisch-katholische Kirche zu reformieren. Mit seiner in 95 Thesen formulierten Kritik am Ablasshandel leitete der deutsche Mönch Martin Luther 1517 eine Entwicklung ein, die schließlich die Aufspaltung des westlichen Christentums in verschiedene Konfessionen zur Folge hatte, die Reformation.
Bald musste sich jeder einzelne die Frage stellen, ob er dem Papst oder doch lieber Luther, Calvin oder Zwingli folgen und die neue Lehre annehmen sollte. Während die Habsburger als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches der römisch-katholischen Kirche treu blieben, wurden besonders nach dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 ein großer Teil des heimischen Adels und vieler Bürger der sich inzwischen stark entwickelnden Städte evangelisch. Da auch viele Priester lutheranisch wurden, ohne ihr Amt aufzugeben, herrschte bald allgemeine Verwirrung. Manche Gläubige hielten zum Pfarrer, weil der Pfarrer ja immer schon gewust habe, was man glauben sollte, andere hielten gegen ihn, weil es ihnen verdächtig vorkam, dass der Glaube der Väter nun plötzlich falsch sein sollte.
Auch das Kloster Neuberg blieb nicht von der Reformation verschont. Auf wiederholte Klagen hin beauftragte König Ferdinand I. den Abt von St. Lambrecht, das Stift Neuberg zu visitieren, die Wirtschaftsführung und den Lebenswandel des Abtes Martin zu überprüfen. Dieser soll länger schwer krank gewesen sein und legte 1538 sein Amt zurück. 1541/42 starben im Kloster neun Mönche, darunter der Abt und sechs Priester, das war ein Drittel des Konvents. Unter Abt Ambros Wagner (1541-1545) lebten dann nur noch zwölf Mönche im Kloster, davon nur drei Priester. Während in ruhigeren Zeiten manche Äbte ihr Amt jahrzehnte innehatten, wurden zwischen 1540 und 1552 nicht weniger als sech Äbte gewählt.
1543 beauftragte Ferdinand I. den landesfürstlichen Vicedom Christoph Polt, in ganz Österreich festzustellen, wie es um die Klöster und Pfarren bestellt sei. In Begleitung dreier Herren und eines Schreibers reiste der Vicedom mit sechs Wagen zu je zwei Pferden durch das Land. Die Erkenntnisse wurden im Gaistliche Closter- und PfarrenVisitationsbuech de Annis 1543 und 44 festgehalten, das sich heute im Haus-,Hof- und Staatsarchiv Wien befindet. Über Pernitz heißt es:
Pfarr Pernitz, incorporirt dem Kloster zu Neuperg. Pfarrer Rupertus Pugler. Vor Jahren ist ein Conventual da gewesen. Aus Mangel an Brüdern ist ein Laienpriester allda. … Capelle St. Sebastian, incorporiert zu Pernitz. Nachdem sie kein Einkommen hat, wird sie von der Pfarre Pernitz versehen. Die Zechleute haben 2 Tagwerk Wiesen, 5 Tagwerk Weingärten.
Mangels geeigneter Patres war Neuberg also gezwungen, in Pernitz Weltpriester einzusetzten. Es ist nicht verwunderlich, dass auch einige von ihnen vom katholischen Glauben abfielen und den neuen predigten. Im April 1554 wurde der Pernitzer Pfarrer Stephan Kentscher wegen verschiedenen irrigen Glaubensartikeln vor das Consistorium citiert, wo er sich zu rechtfertigen hatte. Kaum ein Pfarrkind von Pernitz war in der Lage, die theologischen Streitpunkte zu begreifen.
Für viele Priester mag die von Luther nicht nur erlaubte, sondern sogar geforderte Priesterehe ein Anreiz gewesen sein, zu seiner Lehre überzutreten. Selbst Ferdinand I., inzwischen Kaiser, trat für sie ein und verhandelte mit dem Papstdarüber. Viele katholische Geistliche dachten zu dieser Zeit, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis ihnen die Heirat gestattet werde, nahmen die Erlaubnis vorweg – und eine Frau zu sich. Bei einer Visitation im Auftrag von Kaiser Maximilian II. stellten die Kommisäre im Jahr 1575 fest, dass im Kloster Neuberg mit fünf Zisterziensermönchen auch eine uxor, also ehefrau, drei Konkubinen und zwölf Kinder lebten.
1579 scheint für kurze Zeit Jacob Stindl als Pfarrer in Pernitz auf. Er soll drei Jahre Prior des Klosters Mariazell in Österreich (Klein-Mariazell) gewesen sein, bis er 1578 wegen Frauengeschichten und der Veruntreuung von 1300 Eimern Wein gehen musste. Der neuen Lehre hing er allerdings nicht an. Das zeigt der Zwischenfall vom 24. Juni 1579, als er Klara von Neudeck, die Schlossherrin von Wildegg, ihren protestantischen Prediger und ihr gesammtes Gefolge aus der Kirche von Sittendorf, in der er der rechtmäßige Pfarrer war, vertreiben wollte. (Unklar ist, ob Stindl zu diesem Zeitpunkt offensichtlich dem Stift Heiligenkreuz zugehörig, schon wieder aus Pernitz weg war, oder ob er erst danach kam)
Was aber hätten manche Pernitzer des 20.JH., die sich über diese oder jene Priester odr Kaplane ereiferten, gesagt, wenn sie Stindls Nachfolger gekannt hätten? Desser Name war Paul Kitz und um 1580 waren die Pernitzer zu der Überzeugung gekommen, dass er nur eine Sache gut konnte: Wenn es mit Weintrinken aussgericht wär, kundten ja kein bessern Pfarher bekumen. Bereits sein Frühstück bestand aus Wein. Wenn er dann überhaupt in der Kirche erschien, so hielt er keine Messe, wie mirs von Alter her gwont sein gewest, sondern predigte nur, bzw. versuchte eine Art Predigt von einem Zettel abzulesen, bevor er wieder verschwand. Als er das neugeborene Töchterchen von Colman Strebinger aus Neusiedl irrtümlich auf den Namen Michel taufte, musste dieses den Bubennamen beibehalten. Drei, vier Mal in der Woche zog er laut schimpfend und mit einem Säbel bewaffnet durchs Dorf und suchte nach Streit. Einmal schlug er grundlos den Gemeindehirten beinahe tot, der das Pech gehabt hatte, ihm über den Weg zu laufen. Ein anderes Mal kam er beim Grassach-Hof vorbei. Es war niemand dahaimb, asl klaine Kinder. Seelenrihig plünderte der Pfarrer die Vorräte, sott sich in der Küche einen Karpfen und bediente sich im Keller am Weinfass. Gefürchtet war auch des Pfarrers Eheweib, das sich auf dem Nachhauseweg vom morgendlichen Wirtshausbesuch mit dem Dorfrichter schlug oder androhte, sie werde das Dorff von Grundt aussbrennen. Man nahm die Drohung ernst, hatte sie doch zuvor bereits ein Nebengebäude des Pfarrhofes in Brand gesteckt. Schließlich wussten sich die Pernitzer im Jahr 1582 nicht mehr anders zu helfen, als eine Beschwärung der gantzen ersamen Nachperschafft zue Pernitz wider Herr Paul Kitz, Pfarher daselbst an den Abt von Neuberg zu senden. Der im Steiermärkischen Landesarchiv aufbewahrte Brief beendet die Aufzählung der Kitz’schen Untaten mit der Bitte: Wir könen fehrer nit hausen mit im, wir bitten, Ewr Gnadt wölle vns ein andern Priester zuestellen, seys gleich was für einen wölle, wons gleich ein ehrwürdiger Herr auss einem Kloster wär, wir wolten in schoen vnd werdt halten. Pfarrer Kitz wurde schließlich entfernt und wirkte später in der Pfarre Pottschach (heute Ternitz).
Der Pfarrer von Waidmannsfeld musste zwischen 1544 und 1579 auch die priesterlosen Kirchen von Waldegg und Scheichenstein mitbetreuen, sodas es nicht möglich war, jeden Sonntag Gottesdienst zu halten. In den dortigen Kirchenrechnungen aus den Jahren 1579 bis 1595 finden sich keine Auslagen mehr für große Oblaten, Opferwein, Weihrauch oder für die Fronleichnams-Prozession, was bedeutet, dass die Pfarrer vom alten Glauben abgefallen waren. Pfarrer Fabian Hirschreiter (†1582) soll nach protestantischer Sitte das Heilige Abendmahl in beiden Gestalten ausgeteilt haben, ebenso wie sein Nachfolger Hieronymus Rorer (*1555).

Gegen Ende des Jahrhunderts jedoch begann auch im Piestingtal die Gegenreformation zu greifen. Am 28. April 1595 kaufte Ludwig Gomez aus dem spanischen Geschlecht der Hoyos, der seit 1547 die Burg Stixenstein besaß, vom Kaiser auch die Herrschaft Gutenstein. Dieser erhob Stixenstein und Gutenstein zu einer Baronie, und die von Hoyos durften sich fortan Freiherren nennen. Noch im selben Jahr entfernte der ebenso rom- wie kaisertreue Freiherr den Hieronymus Rorer, den protestantischen Pfarrer von Waidmannsfeld. Erhalten blieb ein handschriftliches Zettelchen des Pfarrers, auf dem er um zwei Kühe, Heu und Stroh bittet – um seiner Kinder willen: Wollgeborener Gnediger Herr, Es wär noch mein hoch fleißig demüthig Bitt und Bergen, umb Gottes willen, des Herrn Gnadten wollten doch nur die zwei Khullin mir und meinen unerzogenen Kindlein neben neuen Stro und Heu lassen ervolgen, dan solche Wolthat auch die klainen unmündigen Kindlein mit iren Züglein, davon sie ersettiget werden, das Lob und Dankhliedlin vor Gott preisen und sagen würdten.

Quelle: https://piestingtal.online/ptpedia/geschichte-der-pfarre-pernitz-ab-dem-16-jh/

Geschichte der Pfarre Pernitz ab dem 17. Jh.

Eine neue Herrschaft

Im 17. Jh. erhielt das Dorf Pernitz eine neue Herrschaft.
Am 26. April 1628 hatte Kaiser Ferdinand II. Johann Balthasar von Hoyos und seine Nachkommen in den Reichsgrafenstand erhoben. Vier Jahre später, 1632, verkaufte die Familie Heussenstein, Herren über Hernstein-Starhemberg, aufgrund finanzieller Schwierigkeiten die Ämter Scheichenstein und Pernitz an die Grafschaft Gutenstein.
Es scheint kein Zufall zu sein, dass ab dieser Zeit nur noch St. Nikolaus als Patron der Kirche genannt wird, die ja ursprünglich (zumindest bis 1525) beiden Heiligen geweiht war und später zeitweilig nur als Stephanus-Kirche geführt worden war.
Pfarrlich blieb Pernitz jedoch bei Hernstein und wurde, wie die im Anhang wiedergegebene Liste der Pernitzer Pfarre zeigt, nun fast zwei Jahrhunderte lang ausschließlich mit Zisterzienserpatres aus Neuberg besetzt, die in Pernitz auch die erste Schule errichteten.
Der erste überlieferte katholische Pfarrer des 17. Jh. ist P. Georg Dechant Paulus Braun aus Guntramsdorf notiert anlässlich einer Visitation im Jahr 1629 über ihn, er sei um Mitternacht mit einem Geiger lustig zu Hause kommen, hat aber mir solches morgens mit grosser Reue abgebetten, sich straffallig erkannt und mir anstatt des Ordinari grosse Ehre erwiesen, seine zwei Kirchen und Alles eröffnet und gezeigt. Hat vor etlich Jahren bei einer seiner ledigen Dienstmägten ein Kind erzeugt, sie aber seinem Knecht verheurathet, seithero hört man in Unehren nicht mehr von ihm.

Das frühe 17. Jh. war ein Höhepunkt der Hexenprozesse. Auch aus dem Gerichtssprengel Gutenstein sind Fälle überliefert. Im Jahr 1641 etwa wurde Brigida Prandtstetterin, ein altes Weib aus der Längapeisting, der Blutschande mit ihrem Sohn Steffl bezichtigt. Im Verhör bekannte sie unter Folter eine Vielzahl von Verbrechen. 20 Jahre lang habe sie einem Geist namens Hänsel gedient. Überdies sei sie auf der Ofenpfanne mehrmals auf den Schneeberg geflogen, um dort mit anderen Hexen den Kühen die Milch auszumelken. Das ehrsame unpartheiische Geding des Landgerichts Gutenstein verurteilte sie, auf dem Scheiterhaufen lebendig zu Pulver und Asche verbrandt zu werden. Dies geschah wohl am Gerichtsberg zwischen Gutenstein und Pernitz. Ihr Mann Georg wurde des Gerichtssprengels verwiesen.

In der letzten Phase des Dreißigjährigen Krieges drangen die Schweden von Norden her in das Land ein, kamen jedoch nur bis Krems und Korneuburg. Die Schwedennot nördlich der Donau dauerte fast eineinhalb Jahre. Nachdem der Westfälische Frieden geschlossen worden war, erließ Kaiser Ferdinand III. 1650 ein Patent, in dem er befahl, die Stainer, anderen Creutz und Bett Marter Säulen … wider umben auffichtet vernewert und darein oder daran ein Crufifix mahlen insonderheit eines jeden Creutz in ainen Stain oder eysen Bleich mit erhoben wohl lesslichen Buechstaben machen lasset: Lob Preiss und Danck dem Friedens Gott der uns hat gführt aus der Kriegs Noth …

Das Jahr 1653 ist erwähnenswert, weil in ihm das erste, noch erhaltene Matrikelbuch der Pfarre angelegt wurde. 1661errichtete Sebastian Schlager, Schmied und Marktrichter von Gutenstein, aufgrund eines immer wiederkehrenden Traumes auf dem Buchschach bei Gutenstein (heute Mariahilfberg) einen Bildbaum mit einer Kopie des Gnadenbildes von Mariazell. Bald ereigneten sich dort Wunder und erste Pilger zogen auf den Berg. Johann Balthasar II., Graf von Hoyos (1626–1681), lie0 daraufhin 1668 eine Wallfahrtskirche erbauen, deren Betreuung 1672 der Servitenorden übernahm, der neben der Kirche ein Kloster gründete und dann auch die Pfarre seelsorglich mitbetreute. Infolge eines Gelübdes pilgerte Kaiser Leopold I. mit seiner Gemahlin und dem ganzen Hofstaat nach Gutenstein, woraufhin die Wallfahrten stark zunahmen.
Diese neue Wallfahrt auf den Mariahilfberg stand in Konkurrenz zu der auf den Pernitzer Sebastianikogel. Als Graf Hoyos das Vogtei- und Lehensrecht über die Pfarre Pernitz und damit die Sebastianikirche beanspruchte, entstand zwischen der Herrschaft und dem Stift Neuberg ein langjähriger Streit, der 1680 in der Entführung der Kirchenlade aus dem Pfarrhof gipfelte. Der Graf bekam von der Regierung dafür eine Strafe von 1000 Dukaten auferlegt, die er, selbst Landmarschall, vor dem Landmarschall-Gericht anfocht. Selbst Kaiser Leopold I. konnte keinen Vergleich erzielen. Erst nach dem Tod des Grafen wurde das Stift Neuberg in seinen Rechten bestätigt.

Pest und Türkenrummel

Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) war die Bevölkerung des Piestingtals glücklicherweise von Kapfhandlungen verschont geblieben, doch die beiden letzten Jahrzehnte des 17. Jh. sollten noch viel Schrecken und Tod bringen. Als erste Heimsuchung kam 1679 die Pest nach Österreich. Durch Flohbisse wurden die Erreger von ratten auf den Menschen übertragen. Die Erkrankten bekamen hohes Fieber mit Schüttelfrost, Kopf- und Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Hautblutungen und sich schwarzblau verfärbende Beulen. Jeder Zweite mit diesen Anzeichen starb längstens nach einigen Tagen, ohne dass ein Arzt etwas dagegen vermocht hätte.
Besonders hoch war die Ansteckungsgefahr in der Enge der Städte. In Wien, wo mindestens ein Drittel der Bevölkerung dahingerafft wurde, brach die bürgerliche Ordnund völlig zusammen. Wer konnt, floh auf das Land, wodurch Quarantänemaßnahmen unterlaufen wurden. Ärzte und Krankenpersonal mussten mit Gewalt zum Bleiben gebracht werden. Für das Ausheben der Massengräber wurden Strafgefangene verpflichtet. Der Berühmte Prediger Abraham a Sancta Clara zog sich für fürf Monate in das Haus seines Gönners zurück – des niederösterreichischen Landmarschalls Johann Balthasar Graf Hoyos, für den er täglich in einem Saal die Messe las. Hier fand er auch die Zeit, an seinem ersten umfangreichen Werk, Merk’s Wienn!, zu arbeiten. Keine Scheu vor den in den Straßen tagelang herumliegenden Pestleichen hatte Marx Augustin, der als lieber Augustin in die Geschichte einging. Die Pest forderte auch im Piestingtal zahlreiche Opfer. In Gutenstein, so berichtete der Chronist des Hauses Hoyos, wurde das erste Opfer am Friedhof beigesetzt, die folgenden Toten wurden sämtlich im Walde eingegraben. In tempore pesti genoss der Pestheilige Sebastian besondere Verehrung. Doch nur vier Jahre nach der Pest kam eine noch schlimmere Heimsuchung.
Anno 1683.
Auf dem Höhepunkt ihrer Machtentfaltung versuchte die Hohe Pforte noch einmal, den Goldenen Apfel, die Stadt Wien, zu erobern. Der Sultan ließ seinen Großwesier Kara Mustafa Pascha eine Armee mit 180.000 Mann nach Westen führen. Hilfstruppen wie die aufständischen ungarischen Kuruzen schlossen sich unterwegs an.
Die für Europa schicksalshafte Belagerung Wiens dauerte vom 13. Juli bis zum siegreichen Entsatz am 12. September. Das Haupheer konzentrierte sich auf die Haupt- und Residenzstadt, aber zahlreiche Orte des Umlandes hatten schwer an Streifzüglern zu leiden. Anfang Juli erreichten Heeresteile das Steinfeld und fielen in das Gebirge ein. Wieder waren es nicht die Elitetruppen der Janitscharen oder Sipahi, denen diese Aufgabe zukam, sondern in erster Linie nichttürkische, irreguläre Truppen wie die Tatarenaus den Krim-Khanat, die intensieven Sklavebhandel pflegten. Dass sebst die abgelegensten Gehöfte des Pfarrgebietes wie im Atz oder auf der Mandling nicht dem Terror entgingen, erklärt sich daraus, dass die Tataren Meuten von Spürhunden mit sich führten. Anders als die Bewohner an der Piesting, die zumindest durch Flüchtlingsströme vorgewarnt waren, kam der Sturm für die Bewohner der Seitentäler völlig unerwartet. Die Alarmierung durch Kreidfeuer hatte nicht wie geplant funktioniert.
Viele Fluchtburgen wie die Burg Merkenstein waren vernachlässigt oder verfallen. Auf Starhemberg fanden sich tausende Flüchtlinge ein. Am sichersten aber waren die Menschen in der Burg Gutenstein, wo man rechtzeitig für umfangreiche Verteidigungsmaßnahmen gesorgt hatte. Dort drängeten sich Flüchtlinge aus 50 Ortschaften zusammen. Auch viele Pernitzer dürften sich hinter die Passtore geflüchtet haben, denn Pernitz soll mit nur einem Drittel der Bevölkerung an Opfern relativ „gut“ davon gekommen sein, während etwa Furth vier Fünftel seiner Bevölkertung einbüßte, da die Grundherrschaft Merkenstein keinen geeigneten Zufluchtsort zu Verfügung stellen konnte. Die Pernitzer Kirchenmatriken aus dieser Zeit sind erhalten, aber lückenhaft. Ein genaues Bild von den Schäden ergibt sich jedoch aus einem Bericht, den die niederösterreichischen Stände noch im Herbst des Unheilsjahres angefordert hatten, sowie aus Protokollen der herrschenden Verwaltungen. Diesen zufolge brannten in Pernitz 31 von 34 Häusern ab, in Neisiedl 24 von 25. In Muggendorf alle 38 steuerpflichtigen Häuser ab und nur jeder Dritte konnte sich retten:
Jacob Pauer u. Helena und 4 Kinder von Türken gefangen; Deanst: Regina Wanzenbeck und 6 Kinder von den Türken gefangen; Halbwachs: Peter Ruesch niedergehaut, 2 Kinder gefangen; Hausl: Gregori Wanzenbeck, Weib und 3 Kinder verloren; Caspern: 5 Kinder und Schwägerin von Türken gefangen; Pastaler: Math. Lenz, Frau und 5 Kinder von Türken verschleppt usw. usf.
Der zuletzt genannte ließ als Muggendorfer Amtmann den Augenzeugen Jacob Wantzenpöck unter Eid aussagen, dass die Frau des Wöllersdorfer Richters Michael ihre Gefangennahme durch die Tataren nicht überlebte:
… daß im verwichenen 1683. Jahrs den Frydag vor vor Jacobi [23. Juli 1683] der Erbfeind eingefallen, ihn Wantzenpöck, die Maria Fuckerin und ihren Sohn Michael 18 Jahr alt und einen fremten von Ungarn herauf abgefangen, weil die Fuckerin sich aber nicht ergeben wolltehat der Feint sie schröcklich gehauet, an einen Roß Schweiff gebunden und also stark geschlaget. Wann sie nit hat laufen wollen,haben sie allweil hingehauet und gestochen, daß sie ganz tödlich verwundet gewest. Auch Kranke, Krüppel und geistig Behinderte wurden von den Tataren nicht verschont.
Rauchfahnen stiegen von den Siedlungen zum Himmel, die Überlebenden kehrten in Ruinen zurück.

Quelle: https://piestingtal.online/ptpedia/geschichte-der-pfarre-pernitz-ab-dem-17-jh/